Junggesellenverein „Gemütlichkeit“ Oberdrees 1920 – Ein Traditionsverein zu Beginn des dritten Jahrtausend

 Junggesellenvereine sind in der heutigen Zeit rar gesäht. Alleine in den letzten fünf Jahren (Stand: März 2008) mussten uns viele Brudervereine der Region wie zum Beispiel Wormersdorf, Odendorf, Heimerzheim oder Flamersheim ihre Auflösung mitteilen. Aber wie kommt das? Sind Junggesellenvereine nicht mehr zeitgemäß?

 Oft wird man als aktives Mitglied im Junggesellenverein gefragt, welchen Sinn und Zweck ein derartiger Traditionsverein hat.

Wer nachdenkt wird feststellen, dass es durchaus Sinn macht an alt bewährten Traditionen festzuhalten. Aus Tradition und Brauchtum können junge Leute Erfahrungen sammeln, welche für das weitere Leben hilfreich sein können. Alt bewährte Verhaltensmuster in Kombination mit einem innovativen Blick Richtung Zukunft sollen den Charakter eines Vereinsmitgliedes positiv verändern.

 Ein Junggesellenverein lebt vom Brauchtum und der sich aus dem Brauchtum entwickelnden Kameradschaft.

Unsere Traditionen wie Maibaumstellen, Fähndelschwenken, Mailehenversteigerungen, Festzüge, Junggesellenfeste , etc. verbinden uns Junggesellen. Dabei spielen die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und Regionen aus denen wir stammen keine Rolle. Miteinander haben wir Spaß in geselligen Runden. Wir wollen voneinander Tugenden wie Toleranz oder Offenheit gegenüber den Mitmenschen lernen.

„Der Sinn und Zweck eines Junggesellenvereins liegt damit nicht nur in der Schaffung eines Forums für die Geselligkeit und Freude der jungen Männer, sondern vielmehr in der Bewahrung unseres kulturellen und gesellschaftlichen Erbes als Grundlage in diesem technikbestimmten 21. Jahrhundert.“

 

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